Vom Verstehen ins Handeln
Psychische Belastungen und Erkrankungen beeinflussen nicht nur Gedanken und Gefühle. Sie verändern auch, wie wir Situationen wahrnehmen, welche Impulse entstehen und wie wir handeln.
Viele Menschen verstehen ihre Schwierigkeiten bereits ziemlich gut – und erleben trotzdem, dass sie im entscheidenden Moment immer wieder in dieselben Muster geraten. Genau diese Lücke zwischen Verstehen und Handeln ist für uns therapeutisch besonders relevant.
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Gemeinsam schauen wir darauf, in welchem Zustand Sie sich befinden, wie dieser Zustand Ihr Denken, Fühlen und Handeln beeinflusst und was Sie in der jeweiligen Situation tatsächlich brauchen.
Dabei geht es zunächst nicht darum, einen unangenehmen Zustand möglichst schnell loszuwerden. Der erste Schritt ist, ihn wahrzunehmen, besser unterscheiden zu lernen und typische Reaktionen zu erkennen.
Je besser Sie Ihren eigenen Zustand kennen, desto leichter wird es, automatische Muster frühzeitig wahrzunehmen.
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Regulation ist dabei kein Selbstzweck. Sie soll helfen, wieder genügend Abstand und Klarheit zu gewinnen, um bewusster entscheiden zu können.
Brauche ich gerade Ruhe?
Wird eine Grenze überschritten?
Vermeide ich etwas aus Angst?
Oder möchte ich trotz eines unangenehmen Zustands etwas tun, das mir wichtig ist?Nicht jeder schwierige Gedanke oder jedes unangenehme Gefühl muss verschwinden, bevor Veränderung möglich wird.
Das Ziel ist, dass Ihr aktueller Zustand Ihr Verhalten nicht mehr automatisch bestimmt.
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Neue Handlungsmöglichkeiten entstehen nicht allein dadurch, dass wir sie verstehen. Sie müssen im Alltag ausprobiert, beobachtet und weiterentwickelt werden.
So können unerwünschte Verhaltensmuster Schritt für Schritt verändert und neue Erfahrungen möglich werden.
Langfristig geht es darum, wieder mehr Einfluss auf das eigene Handeln zu gewinnen – und auch in schwierigen Zeiten zunehmend selbstbestimmt und handlungsfähig zu bleiben.